Die 5 Fahrradreisen, die man einmal im Leben machen sollte

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Bikeitalia

Index
  1. 1.Die 5 Fahrradreisen, die man einmal im Leben machen sollte
  2. 2.1. Island — Die Ringstraße
  3. 3.3. Bolivien — Das Altiplano und die Lagunas Route
  4. 4.4. Marokko — Atlas und Ozean
  5. 5.5. Jedes Ziel im Umkreis von 100 km von deinem Zuhause
Die 5 Fahrradreisen, die man einmal im Leben machen sollte

Es gibt Reisen, die wir alle zumindest einmal im Leben unternehmen möchten.

Reisen, von denen wir träumen und die unsere Vorstellungskraft bevölkern, wann immer wir das Bedürfnis haben, dem Alltag zu entfliehen.

Wenn du dich in den Sattel schwingst, um einen Kontinent oder ein Tal zu durchqueren, verändert sich etwas: nicht in der Landschaft, sondern in demjenigen, der sie betrachtet. Das Fahrrad ist ein Mittel, die Welt im richtigen Tempo zu erfahren – in dem Tempo, in dem die Dinge noch Zeit haben zu existieren, sich zu zeigen und dich zu berühren.

Das ist eine Liste von fünf Fahrradreisen, die man mindestens einmal im Leben machen sollte.

Vier davon findest du in jedem Atlas. Die fünfte ist näher, als du denkst.

1. Island — Die Ringstraße

Eintausenddreihundertzweiunddreißig Kilometer Asphalt, die einen perfekten Kreis um eine Insel ziehen, die wie ein anderer Planet wirkt. Die Route 1 ist eine der ikonischsten Reisen im weltweiten Radtourismus: Fjorde, die sich nach jeder Kurve öffnen, geothermischer Dampf, der aus dem Nichts aufsteigt, Wasserfälle, die dich seitlich überraschen, während du nach vorne blickst, und das Licht der Mitternachtssonne, das dir im Sommer jeden Tag zusätzliche Stunden im Sattel schenkt.

Für alle, die etwas Rauheres suchen, gibt es die F-Roads des zentralen Hochlands: schwarze Sandpisten, Gletscherfurten, geologische Stille. Es ist weder die technisch anspruchsvollste noch die längste Reise, aber die meteorologisch ehrlichste. In Island entscheidet der Wind – und du passt dich an. Eine gute Schule.

3. Bolivien — Das Altiplano und die Lagunas Route

Die Lagunas Route, von der chilenischen Grenze bis nach Uyuni, ist wahrscheinlich die härteste und zugleich spektakulärste Durchquerung im weltweiten Radtourismus. Man fährt konstant auf über viertausend Metern, mit Pässen, die an die fünftausend Meter heranreichen, auf Pisten aus Sand, Salz und Gestein, die Fahrrad und Beine gleichermaßen auf die Probe stellen.

Farbige Lagunen, rosafarbene Flamingos, die das unwirkliche Blau des salzigen Wassers durchziehen, Hochland-Geysire, die die kalte Morgenluft durchbrechen. Und dann, ganz am Ende, der Salar de Uyuni: zehntausend Quadratkilometer gleißend weißen Salzes, auf denen das Fahrrad über den Horizont zu schweben scheint und man jedes Gefühl für Entfernung verliert. Die Höhe verändert alles – den Atem, den Schlaf, den Appetit, sogar die Art zu denken. Es ist eine Reise, die echte Vorbereitung erfordert. Aber sie schenkt Eindrücke, die für immer bleiben.

4. Marokko — Atlas und Ozean

Man startet in Marrakesch, steigt in den Hohen Atlas hinauf bis zu Pässen, die fast zweitausendfünfhundert Meter erreichen, und fährt dann hinunter in die Täler des Dadès und des Drâa, zwischen Ksour aus roter Erde und Palmenhainen, die der Wüste trotzen. Und dann, wenn die Beine – und die Lust – noch da sind, lässt man sich bis zur Atlantikküste tragen, nach Essaouira, wo alles endet und der Ozean beginnt.

Marokko ist die Reise der Kontraste: Wüste und Schnee können am selben Tag existieren, die laute Modernität der Medinas und die Stille der Berberdörfer in derselben Woche. Für diejenigen, die ein Racing-Erlebnis suchen, gibt es das Atlas Mountain Race, eines der härtesten und beliebtesten Ultra-Distance-Events der Welt. Für alle, die langsamer unterwegs sind, braucht es nicht mehr als ein Fahrrad, ein paar Taschen und eine gute Portion Neugier.

5. Jedes Ziel im Umkreis von 100 km von deinem Zuhause

Und hier sind wir beim Punkt angekommen. Die wichtigste Fahrradriese deines Lebens ist nicht die, die dich auf die andere Seite der Welt bringt. Es ist die, die dich auf die andere Seite deiner eigenen Region führt.

Es gibt eine Straße, irgendwo zwischen deinem Zuhause und einem Ort achtzig Kilometer entfernt, die du noch nie gefahren bist. Es gibt einen Kamm, einen Pass, ein Tal, einen Fluss, den du mit dem Auto überquerst, ohne wirklich hinzusehen. Es gibt ein Dorf mit zweihundert Einwohnern, mit einem Platz, einem Brunnen und einer Bar, in der man dich, wenn du im Radtrikot hereinkommst, mit dieser freundlichen, zeitlosen Neugier betrachtet.

Radreisen sind eine Frage der Aufmerksamkeit, nicht der Kilometer. Die Straßen deiner Kindheit, mit fünfundzwanzig Sachen gefahren, mit einer halb vollen Trinkflasche und ohne Eile, können dir Dinge erzählen, die der Salar de Uyuni dir niemals sagen wird – weil sie eine Sprache sprechen, die du bereits kennst, der du aber aufgehört hast zuzuhören.

Also ja: Island, Patagonien, Bolivien, Marokko. Sie sind da draußen, sie warten auf dich, und jedes einzelne verdient seinen Moment, sein Jahr, seine Vorbereitung, sein richtiges Zeitfenster im Leben.

Aber die erste wirkliche Reise deines Lebens beginnt am nächsten Wochenende.

Von deinem Zuhause aus. In eine Richtung, die du noch nie eingeschlagen hast.

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